
Behandlung von Hämorrhoiden
Salben und Zäpfchen (Proktologika)
- Die Beschwerden von Hämoriden des 1. und 2. Grades lassen sich durch Salben und Zäpfchen (Proktologika) lindern. Diese sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Dazu sollten Sie wissen, dass eine Behandlung mit diesen Medikamenten lediglich die Symptome wie Jucken und Brennen mindern. Sie bewirken jedoch niemals eine Verkleinerung eines bereits vergrößerten Hämorrhoidalgewebes.
Veröden (Sklerosierung)
- Eine weiter Behandlung von Hämoriden 1. und 2. Grades kann durch Veröden (Sklerosierung) erfolgen. Hierbei wird eine Lösung direkt in den vergrößerten Hämorrhoidenknoten gespritzt. Diese Lösung drosselt die Blutzufuhr und bewirkt eine Schrumpfung des Knotens. Die Patienten verspüren meist keine Schmerzen bei der Behandlung, eine lokale Betäubung ist also nicht nötig. Die Behandlung kann ohne weiteres durch einen Proktologen (Facharzt für Erkrankungen des Enddarms) durchgeführt werden.
Ligatur
- Die Gummibandligatur wird bei Hämorrhoiden des 2. und 3. Grades durchgeführt. Bei dieser Behandlung werden elastische Bänder über die erweiterten Gefäße gelegt, so dass diese abgebunden werden und nach drei bis fünf Tagen absterben. Das abgestorbene Gewebe wird meist unbemerkt mit dem Stuhl ausgeschieden. Zu diesem Zeitpunkt kann eine leichte Blutung auftreten, die in der Regel jedoch schnell nachlässt. Der Eingriff kann ambulant und ohne Vollnarkose durchgeführt werden.
Operation
- Bei Hämoriden 4. Grades hilft nur noch eine Operation. Hier stehen unterschiedliche Operationsverfahren zur Verfügung. Für welche Operationsmethode sich der Chirurg entscheidet, hängt davon ab, wie ausgeprägt die Hämorrhoiden sind und inwieweit der davor liegende Analkanal betroffen ist. Das Ziel aller Operationen ist nicht die totale Entfernung des Gefässnetzes, sondern lediglich die Verkleinerung des Schwellkörpers auf ein normales Ausmaß. Bei den Operationen wird darauf geachtet, dass möglichst viel von der Darmschleimhaut erhalten bleibt, da diese die sehr wichtige Funktion der Unterscheidung zwischen festem oder flüssigem Stuhl sowie gasförmigem Darminhalt hat.
- Nach einer Hämorrhoiden-Operation ist der Patient, je nach Schwere des Eingriffs, eine bis drei Wochen arbeitsunfähig. Der Patient sollte sich nach der Operation schonen und keine schweren Lasten heben. Außerdem gehören Sitzbäder, zwei bis drei Liter Flüssigkeitszufuhr und eine extrem schlackenreiche Ernährung zur Tagesordnung. Abführmittel sind nach dem Eingriff nicht geeignet.
- Grundsätzlich sollte ein Arzt nur Patienten mit Hämoriden 3. und 4. Grades zu einer Operation raten. Treten die Gefäßknoten noch nicht aus dem After, lassen sie sich auch mit schonenderen Methoden wie Ernährungsumstellung, Verödung und Gummibandligatur behandeln.
Hämorrhoidensalbe

Schwangerschaft & Hämoriden

- Schwangerschaften begünstigen die Bildung von Hämorrhoiden. Durch den erhöhten Druck auf den Beckenboden, wird dieser gedehnt und verliert an
- Spannkraft. Deshalb sollten Frauen nach der Schwangerschaft gezielt Rückbildungsgymnastik machen.